Vorstellung des Projekts „FrauenOrte in Bayern“
Eine Kooperationsveranstaltung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales und des Bayerischen Landesfrauenrats
Anlässlich des Internationalen Frauentags wurde am 5. März 2026 im Münchner Y-Pavillon im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales und des Bayerischen Landesfrauenrats das Projekt „FrauenOrte in Bayern“ vorgestellt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen ausgewählte Biografien historischer weiblicher Vorbilder, mit denen die vielfältigen Leistungen von Frauen für die bayerische Geschichte sichtbar gemacht wurden.
Das Projekt „FrauenOrte“ wurde 2025 vom Bayerischen Sozialministerium ins Leben gerufen. Es rückt die Lebenswege bedeutender Frauen aus Bayern stärker in den Fokus der Öffentlichkeit. Die porträtierten Persönlichkeiten haben in unterschiedlichen Bereichen – etwa in Kunst, Wissenschaft oder Politik – wichtige Impulse gesetzt. Ihre Geschichten zeigen, wie vielfältig weibliches Engagement war und ist und wirken bis in die Gegenwart als Inspiration für Gleichstellung und gesellschaftlichen Fortschritt. Insgesamt umfasst das Projekt 140 Biografien. Zwölf davon stellte Verlegerin Dr. Elisabeth Sandmann im Rahmen der Veranstaltung auf lebendige Weise vor. Unterstützt wurde sie dabei von der Schauspielerin Michaela May, die ausgewählte historische Texte dieser Frauen las und dem Abend damit einen besonderen künstlerischen Rahmen verlieh. Gerade in der Geschichtsschreibung wurden die Beiträge von Frauen lange Zeit weniger berücksichtigt als die von Männern. Initiativen wie „FrauenOrte in Bayern“ tragen dazu bei, dieses Ungleichgewicht zu korrigieren und weibliche Lebensleistungen stärker zu würdigen. Zugleich schaffen sie wichtige Vorbilder für heutige und kommende Generationen.
Bayerns Sozialministerin und Frauenbeauftragte Ulrike Scharf betont zum Internationalen Frauentag: „Weibliche Vorbilder sind leuchtende Sterne für andere Frauen. Frauen müssen sichtbarer werden. Sichtbarkeit stärkt das Selbstbewusstsein von Frauen und trägt zur Gleichberechtigung bei. Mit dem Projekt ‚FrauenOrte‘ verfügen wir über einen wahrhaftigen Schatz: Das Projekt bringt starke Frauen zum Strahlen, die Bayerns Geschichte mitgestaltet, bei ihrem Wirken alte Muster aufgebrochen und neue Wege beschritten haben.“
Monika Meier-Pojda, Präsidentin des Bayerischen Landesfrauenrats, betont die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts: „Die ‚FrauenOrte in Bayern‘ machen sichtbar, was lange unsichtbar blieb: Lebenswege von Frauen, die unsere bayerische Gesellschaft bis heute prägen. Sie zeigen: Du bist nicht allein. Es gab Frauen vor dir, die ihren Weg gegangen sind – auch wenn es Gegenwind gab. Selbstbestimmtheit, Unabhängigkeit und Erfolg haben viele weibliche Gesichter. Diese müssen wir in die Öffentlichkeit bringen – nun auch in Bayern.“ Zugleich unterstreicht sie: „Das Projekt ist nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, sondern auch eine Investition in die Zukunft. Wer die Geschichte von Frauen vollständig erzählt, stärkt das Bewusstsein für Chancengerechtigkeit heute.“