Die Arbeit unserer Mitglieder in Zeiten von Corona: Die Soroptimistinnen im Blick

Für alle Veröffentlichungen zu unserer Aktion gilt:
Die Beiträge werden von unseren Mitgliedern verfasst und inhaltlich verantwortet.

200819 SI

Das öffentliche Leben ist nahezu auf ein Minimum heruntergefahren. Was für die Gesundheit der Bevölkerung richtig ist, trifft die zahlreichen Vereine besonders hart, denn sie tragen mit ihren vielfältigen Angeboten maßgeblich zum öffentlichen Leben bei. Vor welchen Herausforderung stehen Sie und wie bewältigen Sie diese?

Soroptimist International (SI) ist eine der weltweit größten Service-Organisationen berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement. Soroptimist International hat weltweit in 122 Ländern rund 75.000 Mitglieder in über 3.000 Clubs. Soroptimist International Deutschland (SID) besteht derzeit aus 219 Clubs mit über 6.700 Mitgliedern in acht Bezirken.

Soroptimist International hat als Nichtregierungsorganisation (NGO) allgemeinen Konsultativstatus bei ECOSOC, dem Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen, und ist mit Repräsentantinnen bei folgenden UN-Unterorganisationen in New York, Genf, Wien und Paris vertreten: WHO, UNHCR, ECOSOC, UNIDO, ILO, UNEP, UNESCO und UNICEF.

Soroptimistinnen befassen sich mit Fragen der rechtlichen, sozialen und beruflichen Stellung der Frau und vertreten die Position der Frauen in der öffentlichen Diskussion.

Sie setzen sich lokal, regional, national und global für die Verbesserung der Lebens-bedingungen für Frauen und Mädchen ein und pflegen die Freundschaft untereinander.

Soroptimistinnen engagieren sich insbesondere für:

  • den ungehinderten Zugang zu Bildung und Ausbildung für Frauen und Mädchen sowie die Qualifizierung für Leitungsaufgaben
  • die wirtschaftliche Unabhängigkeit und dauerhafte Beschäftigungs-möglichkeiten für Frauen
  • die Verhinderung jeglicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen
  • die aktive Mitwirkung von Frauen bei der Lösung von Konflikten
  • den sicheren Zugang zu ausreichender Ernährung und Trinkwasser
  • die bestmögliche medizinische Versorgung von Frauen.

Mit seinem weltweiten Netzwerk bietet SI den Mitgliedern ein Forum für den Austausch von Wissen und Erfahrungen.

Tragende Säule des Clublebens sind die monatlichen Treffen, bei denen Vorträge und Diskussionen zu gesellschaftspolitischen Themen im Mittelpunkt stehen und die dem intensiven Austausch sowie der Pflege der bestehenden Projekte und der Freundschaft untereinander dienen.

Jeder einzelne Club aber auch SI Deutschland oder die Bezirkspräsidentin, verfolgen mit Passion lokale und globale Projekte zur Unterstützung der Entwicklungsfähigkeit von Frauen – gleichgestellt, friedlich, gewaltfrei. Diese eigenen Projekte unterstützen sie mit persönlichem Engagement und/oder finanziellen Zuwendungen.

Auch in Krisenzeiten sehen sich die Mitglieder von Soroptimist International Club München-Schwabing ihren Zielen und Werten verpflichtet. An zwei Projekte, entstanden aus den konkreten Herausforderungen der Corona-Zeit, lässt sich dies gut abbilden.

Seit Jahren steht SI München-Schwabing im Kontakt mit dem „Lichtblick Hasenbergl“, einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung der Katholischen Jugendfürsorge München, die sich der Unterstützung von Kindern und Familien im Hasenbergl widmet. Es wurden in der Vergangenheit zahlreiche Besuche im „Theater für Kinder“ sowie ein Segeltörn am Chiemsee organisiert.

In der besonderen Situation des Lockdowns haben die Clubschwestern Familien, die durch die Einrichtung betreut werden, mit sogenannten Essenspaketen unterstützt. Durch die entstandene Lücke in der Versorgung aufgrund der Schließung der „Tafeln“ kamen viele Familien in eine finanzielle Notsituation, die es ihnen nicht ermöglichte, ihre Kinder mit frischem Obst und Gemüse zu versorgen. Insbesondere alleinerziehende Frauen mit Kindern, deren Budget sehr begrenzt ist und durch wegfallende Nebenjobs noch mehr geschmälert wurde, waren davon betroffen.

Eine Liste mit benötigten Lebensmitteln für 22 Familien wurde uns von Lichtblick übermittelt. Dank mehrerer Spenderinnen und des Einsatzes des SI Clubs München Schwabing konnten insgesamt sechs Mal 22 Lebensmittelpakete an die Einrichtung und damit direkt an die Familien übergeben werden.

Als eine ganz andere Hilfe in der Corona-Zeit wurde von unserer Bezirkspräsidentin ein Projekt für selbstständig tätige Soroptimisten initiiert, da viele von ihnen durch den Shut-down besonders betroffen waren. Sie hat auf Facebook die "support soroptimists"-Gruppe https://www.facebook.com/groups/supportsoroptimists/ gegründet, auf der die selbständigen Clubschwestern ihre Produkte und Dienstleistungen vorstellen können und so von anderen Clubschwestern durch Kauf der Produkte oder Dienstleistungen unterstützt werden.

 

Corona stellt Sie vor enorme Herausforderungen. Sie müssen die Krise nicht nur mit den klassischen Instrumentarien managen. Vor allem aber gilt es jetzt schon, sich auf die Zeit nach der Krise vorzubereiten. Jede Krise ist auch eine Chance um aus Fehlern zu lernen, sich weiterzuentwickeln und als Gesellschaft besser für den nächsten Ernstfall vorbereitet zu sein. Was kann verbessert werden – und wie?

Für alle Clubs stellte es sich als große Herausforderung heraus, die Clubtreffen mit dem so wichtigen persönlichen Austausch auch ohne physische Präsenz zu gestalten. Wir haben gelernt, welch ein wichtiges Medium die neuen Medien und die Möglichkeiten des Internets sind.

Medienkompetenz ist Zukunftskompetenz. Digitale Transformation bedeutet für uns alle Veränderungen im beruflichen, sozialen und gesellschaftlichen Umfeld. Diese wollen und müssen wir als Soroptimistinnen gemäß unserer Maxime „Bewusstmachen – Bekennen – Bewegen“ unbedingt mitgestalten, um eine fortschrittsorientierte Generationen zu begeistern.

Dazu müssen wir uns intensiver als bisher mit den neuen Medien beschäftigen, um diese für unsere Anliegen zu nutzen. In weltweiten Netzwerken können wir unsere Stärken zusammenführen, damit wir als Stimme für Frauen gehört werden.

Das Motto für SI Deutschland lautet daher seit diesem Jahr:
#befuturized – SIDigital: Bildung. Nachhaltigkeit. Gewaltfreiheit

 

Beitrag von Monika Meier-Pojda und Marie-Isabel von Schweinitz
Soroptimist Deutschland, Club München-Schwabing

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