Die Arbeit unserer Mitglieder in Zeiten von Corona: Das Bayerische Rote Kreuz im Blick

Für alle Veröffentlichungen zu unserer Aktion gilt:
Die Beiträge werden von unseren Mitgliedern verfasst und inhaltlich verantwortet.
 

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Das Bayerische Rote Kreuz nimmt die Interessen derjenigen wahr, die der Hilfe und Unterstützung bedürfen, um soziale Benachteiligung, Not und menschenunwürdige Situationen zu beseitigen sowie auf die Verbesserung der individuellen, familiären und sozialen Lebensbedingungen hinzuwirken. Handlungsleitend sind für uns die sieben Grundsätze der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.

Wir sehen es als eine unserer Hauptaufgaben an, gemeinsam mit den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden, für und mit Kindern, Jugendlichen, Familien und Senioren Zukunft zu gestalten. Daher setzen wir uns für diese und die sie unterstützenden Menschen in schwierigen Lebenssituationen ein (z. B. Menschen ohne Arbeit, in Armut, mit Behinderung, mit Krankheit, mit Migrationshintergrund). Ihr Leben, ihre Würde, ihre Gesundheit und ihre Rechte stehen dabei im Mittelpunkt. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern beteiligen wir uns aktiv an der Gestaltung der Rahmenbedingungen in Gesellschaft, Politik und Staat.
 

Das öffentliche Leben ist nahezu auf ein Minimum heruntergefahren. Was für die Gesundheit der Bevölkerung richtig ist, trifft die zahlreichen Vereine besonders hart, denn sie tragen mit ihren vielfältigen Angeboten maßgeblich zum öffentlichen Leben bei. Vor welcher Herausforderung stehen Sie und wie bewältigen Sie diese?

Die vier personalstärksten Arbeitsfelder des Bayerischen Roten Kreuzes sind die Pflege (38 Prozent aller Mitarbeitenden), der Rettungsdienst
(25 Prozent aller Mitarbeitenden), die Soziale Arbeit (13 Prozent aller Mitarbeitenden) und die Servicedienste (13 Prozent aller Mitarbeitenden).

Insbesondere in den Bereichen Pflege (Frauenanteil 90 Prozent), Soziale Arbeit allgemein (77 Prozent) und Kindertagesstätten (96 Prozent) waren die Auswirkungen des Covid-19 aufgrund des hohen Anteils weiblicher Beschäftigter deutlich spürbar.

Dienste und Einrichtungen konnten aufgrund der vorgeschriebenen Maßnahmen ihre Beratungs- und Betreuungsangebote nicht erbringen oder mussten in kurzer Zeit ihre Tätigkeiten umorganisieren, die Arbeitsbedingungen veränderten sich fast täglich, und sowohl in der stationären als auch in der ambulanten Pflege mussten Prozesse immer wieder der aktuellen Situation angepasst werden. Notwendige Schutz-ausrüstungen waren zu Beginn nicht ausreichend vorhanden, sodass die Mitarbeitenden einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt waren.

Die notwendige Flexibilität betraf in besonderer Weise die weiblichen Fachkräfte, insbesondere die Gruppe der Alleinerziehenden, die neben ihrer beruflichen Tätigkeit Organisation des Familienlebens, die Kinderbetreuung und die schulische Begleitung der Kinder übernehmen mussten, was in vielen Fällen zu psychischen und physischen Belastungen führte. Um hier die Mitarbeitenden zu unterstützen wurden zum einen Online-Kurse zu den Themen Stressabbau und Entspannung angeboten, zum anderen eine telefonische, anonymisierte Beratung für Beschäftigte etabliert, die durch die Situation psychisch überlastet sind.

Wo immer es möglich war, wurden Beratungen online durchgeführt, Sitzungen und Veranstaltungen wurden abgesagt oder fanden über digitale Medien statt und das Angebot an Webinaren wurde erweitert.
 

Corona stellt Sie vor enorme Herausforderungen. Sie müssen die Krise nicht nur mit den klassischen Instrumentarien managen. Vor allem aber gilt es jetzt schon, sich auf die Zeit nach der Krise vorzubereiten. Jede Krise ist auch eine Chance, um aus Fehlern zu lernen, sich weiterzuentwickeln und als Gesellschaft besser für den nächsten Ernstfall vorbereitet zu sein. Was kann verbessert werden – und wie?

Es muss ein Umdenken und eine Neubewertung von systemrelevanten Berufen, in welchen überwiegend Frauen beschäftigt sind, erfolgen. Auch sind es überwiegend die Frauen, die die Care-Arbeit übernehmen und dadurch besonders gefordert sind. Die Diskussion über Bewertung und Bezahlung von systemrelevanten Berufen muss weitergeführt werden, die Wertschätzung der Arbeit muss sich auch in der Entlohnung zeigen.

Ebenso müssen weitere Möglichkeiten erarbeitet und umgesetzt werden, welche die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Neben der entsprechenden technischen Ausstattung für die Arbeit vor Ort, das Arbeiten im Homeoffice und vermehrten Angeboten von Online-Fortbildungen muss der weitere Ausbau der Kinder-tagesstätten gewährleistet sein - auch hinsichtlich flexibler Betreuungszeiten.

Die Diskussionen darüber müssen bei den beteiligten politischen Akteuren immer wieder eingefordert werden, denn sonst besteht die Gefahr, dass in den Status vor Corona zurückgekehrt und die Krise nicht als Chance für Veränderungen genutzt wird.

In der Corona-Krise: Wir (Frauen) helfen zusammen!

Frauen aus unterschiedlichsten Berufen berichten, was sie bewegt, was sie umtreibt und was ihnen wichtig ist.

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