Die Arbeit unserer Mitglieder in Zeiten von Corona: Das Migrantinnen-Netzwerk Bayern im Blick

Für alle Veröffentlichungen zu unserer Aktion gilt:
Die Beiträge werden von unseren Mitgliedern verfasst und inhaltlich verantwortet.

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Das öffentliche Leben ist nahezu auf ein Minimum heruntergefahren. Was für die Gesundheit der Bevölkerung richtig ist, trifft die zahlreichen Vereine besonders hart, denn sie tragen mit ihren vielfältigen Angeboten maßgeblich zum öffentlichen Leben bei. Vor welchen Herausforderung stehen Sie und wie bewältigen Sie diese?

Anfang März 2020 haben wir mit der Umsetzung unseres Bildungsprogramms „Know your rights“ für die Flüchtlingsfrauen und Migrantinnen begonnen. Am 4. März 2020 wurde im Bildungsprogramm das erste Thema „Wohn und Mietrecht“ von Herrn Reubekeul, Rechtsanwalt und Partner im Bereich Real Estate von der Kanzlei DLA Piper UK LLP und Herrn Droop, Head of LEGAL Consors Finanz von der Firma BNP S.A. Niederlassung Deutschland, vorgetragen. Am Programm nahmen 20 Frauen teil. Sowohl die Vortragenden als auch beteiligte Frauen waren mit den Themen und guter Organisation begeistert. Leider wurde das Programm wegen der Corona-Krise unterbrochen.

Im Zeitraum 20. März bis 30. Mai 2020 haben wir regelmäßig 290 Migrantinnen in Bayern über die folgenden Themen in Bezug auf den Corona-Virus informiert:

1. Informationen aus dem Steuerrecht

  • Bayern beschließt massive Ausweitung der Testungen auf SARS-CoV-2 / Regelmäßige Testungen für Beschäftigte in Krankenhäusern, Alten-und Pflegeheimen sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung / Tests auch für Lehrkräfte und Erzieherinnen / Testergebnisse sollen schneller vorliegen
  • Errichtung eines strategischen Grundstocks an persönlicher Schutzausrüstung und medizinischen Geräten beschlossen / Staatregierung sichert Handlungsfähigkeit bei zweiter Corona-Welle
  • Staatsregierung sichert den weiterhin hohen Personalbedarf im Öffentlichen Gesundheitsdienst / Befristete Neueinstellungen für Contact-Tracing-Teams / Attraktivität des Öffentlichen Gesundheitsdienstes langfristig steigern
  • Bayerische Corona-Strategie / Weitere Erleichterungen und Öffnungen im Bereich der Erwachsenenbildung; beim Betrieb von Reisebusunternehmen, bei der Abgabe von Speisen und Getränken durch gastronomische Betriebe im Freien, im Bereich des Sports, beim Theater-, Konzert-, und weiteren kulturellen Veranstaltungsbetrieb, für Kinos, im Vorlesungsbetrieb
  • Bayern baut Freiflächen-Photovoltaik kraftvoll aus / Ab Juli bis zu 200 Anlagen im Jahr auf landwirtschaftlichen Flächen möglich

2. Der aktuelle Newsletter mit folgenden Themen:

  • Informationen und Kommentar zum "550 Millionen Euro-Programm" (digitale Ausstattung für Schüler*innen), inkl. Musterantrag
  • Informationen zum Sozialschutz-Paket II:

a.   Verbesserte Bedingungen beim Kurzarbeitergeld

b.   Verlängerung der Anspruchsdauer beim Arbeitslosengeld

c.   Mittagessen trotz pandemiebedingter Schließungen

d.   Weiterzahlung von Waisenrenten

e.   Elterngeldreform

  • Hinweis auf die Arbeitshilfe zur Duldung für „Personen mit ungeklärter Identität“ – Erläuterungen für die Beratungspraxis zu den Anwendungs-hinweisen des BMI zu § 60 b AufenthG

3. Infobrief vom 5. Mai 2020 für alle haupt- und ehrenamtlich Tätigen sowie Projektträger in den Bereichen Asyl und Integration

4. Eine Information der EAF Berlin: Appell für Eltern und Kinder: Unterschreiben Sie jetzt für ein Corona-Elterngeld

5. Arbeitnehmer in Kurzarbeit können ab 01.05.2020 bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens Hinzuverdienste generieren ‒ ohne dass gekürzt wird. Das gilt für alle Berufe.

Weiterhin haben wir wöchentlich auch im Mai unsere Mitgliedsorganisationen und interessierte Migrantinnen über alle Maßnahmen und Regelungen in Bezug auf die Corona Pandemie informiert.

Foto Mnb

(Foto: MNB)

Corona stellt Sie vor enorme Herausforderungen. Sie müssen die Krise nicht nur mit den klassischen Instrumentarien managen. Vor allem aber gilt es jetzt schon, sich auf die Zeit nach der Krise vorzubereiten. Jede Krise ist auch eine Chance um aus Fehlern zu lernen, sich weiterzuentwickeln und als Gesellschaft besser für den nächsten Ernstfall vorbereitet zu sein. Was kann verbessert werden – und wie?

Wir haben in der Corona-Krise gesehen, dass durch die Digitalisierung in unserer Gesellschaft viele Prozesse vereinfacht werden können. Aus diesem Grund müssen wir auch die Rahmenbedingungen schaffen, um Migrantinnen den Zugang zur modernen Kommunikation zu ermöglichen und dadurch mehr Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben gestatten.

Weiterhin wäre wichtig, entsprechende Bildungsprogramme für die neuangekommenen Frauen anzubieten sowie mehr Investitionen in die kulturelle Bildung dieser Zielgruppe.

In der Corona-Krise: Wir (Frauen) helfen zusammen!

Frauen aus unterschiedlichsten Berufen berichten, was sie bewegt, was sie umtreibt und was ihnen wichtig ist.

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