Die Arbeit unserer Mitglieder in Zeiten von Corona: Den Landesverband hauswirtschaftlicher Berufe MdH Bayern im Blick

Für alle Veröffentlichungen zu unserer Aktion gilt:
Die Beiträge werden von unseren Mitgliedern verfasst und inhaltlich verantwortet.

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Das öffentliche Leben ist nahezu auf ein Minimum heruntergefahren. Was für die Gesundheit der Bevölkerung richtig ist, trifft die zahlreichen Vereine besonders hart, denn sie tragen mit ihren vielfältigen Angeboten maßgeblich zum öffentlichen Leben bei. Vor welchen Herausforderung stehen Sie und wie bewältigen Sie diese?

Der MdH-Bayern engagiert sich neben der Lobbyarbeit für hauswirtschaftliche Berufe vor allem als Bildungsträger im Rahmen der beruflichen Bildung. In diversen Großstädten in Bayern werden Lehrgänge zur Vorbereitung auf den Berufsabschluss zur Hauswirt-schafter*in (Gesellenprüfung) und auf den Fortbildungsberuf Meister*in der Hauswirtschaft angeboten. Er ist derzeit der größte private Bildungsträger für diese beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen in Bayern.

Die Ausgangs- und Kontaktsperre im Rahmen der Bekämpfung der Pandemie hat auch in der beruflichen Bildung den Präsenzunterricht zunächst untersagt. Dies bedeutet, dass Lehrgänge zeitweise unterbrochen und andere Wege gefunden werden müssen, wie die Teilnehmer*innen auf ihre Berufsabschlüsse verantwortungsvoll weiter vorbereitet werden können. Dies stellt eine Herausforderung nicht nur für die Lehrenden, sondern auch für die Teilnehmenden dar. Unzureichende Internetverbindungen in manchen Regionen Bayerns erlauben oft keine Umstellung auf Webinare oder andere Formate. Es wurde auf Lehrbriefe, Telefonsprechstunden und Unterstützung im autodidaktischen Lernen für die theoretischen Inhalte umgestellt. In den Grundlehrgängen musste auf den Praxis-Unterricht zunächst verzichtet werden.

Da die Teilnehmer*innen in unseren Lehrgängen zum größten Teil in sozialen Einrichtungen und Seniorenhäusern arbeiten, ist es auch für sie eine große Herausforderung, den Wunsch nach beruflicher Qualifikation oder Fortbildung in Übereinstimmung mit einem verantwortungsvollen und risikolosen Umgang mit den Bewohnern, Gästen und Mitarbeitern ihrer Häuser zu bringen. Manchen wurde der Besuch des Präsenzunterrichtes von den Arbeitgebern sogar untersagt. Inzwischen wurde unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder mit Präsenzunterricht begonnen. Doch das Versäumte bzw. Zurückgestellte nun in relativ kurzer Zeit noch aufzuholen erfordert von allen Beteiligten größtmögliche Flexibilität, Ausdauer, Disziplin und strukturierte Arbeitsweise. Da dies jedoch Kernkompetenzen hauswirtschaftlichen Handelns sind, sind wir zuversichtlich mit vereinten Kräften unsere aktuellen Lehrgangsteilnehmerinnen zu einem erfolgreichen Abschluss der angestrebten Prüfungen zu führen.

 

Corona stellt Sie vor enorme Herausforderungen. Sie müssen die Krise nicht nur mit den klassischen Instrumentarien managen. Vor allem aber gilt es jetzt schon, sich auf die Zeit nach der Krise vorzubereiten. Jede Krise ist auch eine Chance um aus Fehlern zu lernen, sich weiterzuentwickeln und als Gesellschaft besser für den nächsten Ernstfall vorbereitet zu sein. Was kann verbessert werden – und wie?

Die Pandemie führte dazu, dass Pflege- und Gesundheitsberufe in die öffentliche Wahrnehmung gelangten. Dies ist prinzipiell zu begrüßen, wenn sich daraus auch langfristig eine Aufwertung ergibt. Es sind in den Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern aber auch die hauswirtschaftlichen Mitarbeiter*innen, die wesentlich zum Wohlbefinden und zum Funktionieren dieser Institutionen beitragen. Gerade sie wissen um die Wichtigkeit eines gut strukturierten und funktionierenden Hygienemanagements. Sie zeichnen bereits seit langem dafür verantwortlich, dass es in den Einrichtungen zum Beispiel zu keinen Keimverschleppungen im Reinigungsbereich und der Wäscheversorgung kommt. Sie stehen in vorderster Front, wenn es darum geht Bewohner, Kunden und Gäste vor Infektionen jeglicher Art im Rahmen der Verpflegung und Betreuung zu schützen. Darum sind auch sie systemrelevant und es ist dringend geboten die notwendige Anerkennung und Aufwertung ihrer oft nach außen hin unsichtbaren Arbeit zu erhalten.

Weil zeitweise praktisch die gesamte Bevölkerung davon betroffen war, sind auch die neuen Belastungen im Privaten mit Homeoffice, Homeschooling bzw. Wegfall der Kinderbetreuung inklusive Versorgung mit Mittagessen in Schule, Kindertagesstätte oder auch in den Kantinen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Es wird ebenso die physische und körperliche Belastung der Haushaltsführenden in Haushalten mit Kindern gesehen. Dadurch werden aber auch fehlende Alltagskompetenzen in der Haushaltsorganisation, im Umgang mit Finanzen etc. in Krisensituationen deutlich.
So motiviert diese „neue“ öffentliche Wahrnehmung der hauswirtschaftlichen Dienstleistungen unseren Verband die Qualifizierung weiter voranzutreiben und für die Anerkennung der Leistungen der Haushaltsführenden zu kämpfen. Eine breite Basis an Alltagskompetenzen in der Bevölkerung, zusammen mit professioneller Hauswirtschaft überall da, wo es Privathaushalten nicht oder nicht mehr möglich ist, die Versorgung und Betreuung der Haushaltsmitglieder zu übernehmen, bilden den Grundstock für Lebensqualität und Wohlbefinden. Sie leisten einen grundlegenden Beitrag zum Funktionieren einer Gesellschaft. Darum unterstützen wir den Bayerischen Landesausschuss für Hauswirtschaft aktiv bei den Verhandlungen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, den Erwerb dieser Basiskompetenzen für alle an den allgemeinbildenden Schulen verpflichtend in den Lehrplan aufzunehmen.
Um die Berufsausbildung der Hauswirtschaft sowohl in der Grundausbildung als auch auf dem zweiten Bildungsweg modern, zukunftsfähig und attraktiv zu gestalten, arbeiten wir aktiv mit im Gremium für die Neuordnung der Berufsausbildung in der bayerischen Lehrplankommission sowie im Berufsbildungsausschuss und diversen Arbeitskreisen auf bayerischer und Bundesebene.

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