Die Arbeit unserer Mitglieder in Zeiten von Corona: Den SkF Bayern im Blick

Für alle Veröffentlichungen zu unserer Aktion gilt:
Die Beiträge werden von unseren Mitgliedern verfasst und inhaltlich verantwortet.

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Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Landesverband Bayern ist seit seiner Gründung ein Frauen- und Fachverband, der sich mit seinen 16 Ortsvereinen in den sieben bayerischen Diözesen den besonderen Notlagen von Frauen, Kindern und Familien widmet. In der Corona-Krise zeigte sich sehr schnell, dass unsere Klientinnen nicht allein gelassen werden dürfen. In unseren Einrichtungen und Beratungsstellen – diese sind in den Bereichen Frauenhäuser, Schwangerenberatung, Straffälligenhilfe, Wohnungslosenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, Rechtliche Betreuung, Vormundschaften/Pflegschaften und in den Mutter-Vater-Kind-Einrichtungen – suchten wir bereits in der ersten Phase der Pandemie und des Lockdowns nach geeigneten Wegen mit unseren Klientinnen in Kontakt zu bleiben. Sehr schnell entwickelten sich verschiedene digitale Arbeitsformen. Dabei zeigte sich aber auch deutlich, dass nicht alle Stellen selbstverständlich mit der entsprechenden Technik ausgestattet sind, um virtuelle Konferenzen und Besprechungen durchführen zu können.

Die Katholische Schwangerenberatung berät seit 10 Jahren bereits online.

In der Zeit des Lockdowns nahmen die Anfragen und Beratungen, die online geführt wurden, um 45 Prozent zu. Im Bereich der Frauenhäuser mussten Lösungen für den Schutz der Bewohnerinnen und der Mitarbeiterinnen gefunden werden. Sehr schnell waren wir hier, zusammen mit den anderen Trägern in der freien Wohlfahrtspflege, in engem Austausch mit dem entsprechenden Fachreferat des Bayerischen Sozialministeriums. Hierbei ging es auch explizit um die Frage, wie bei einem möglichen Coronafall in den Frauenhäusern Quarantänebereiche eingerichtet werden können. Aber auch um die Möglichkeit der Beratung von Frauen, die zu Hause von Gewalt betroffen oder bedroht sind und die in der Krisensituation kaum den Kontakt zum Frauenhaus halten können. Schutzmaßnahmen mussten in den Frauenhäusern getroffen werden. Die dazu nötigen Finanzmittel stellte die Bayerische Sozialministerin sehr unbürokratisch zur Verfügung. Die lange gute und enge Zusammenarbeit bewährte sich auch in dieser absoluten Ausnahmesituation.

Der Bereich der freien Straffälligenhilfe war durch die Pandemie sehr stark betroffen, da die Beraterinnen keinen Kontakt mehr mit den inhaftierten Frauen aufnehmen konnten. Das Gleiche gilt für die Betreuungsvereine, die nur unter sehr schwierigen Bedingungen ihre Arbeit machen konnten.

Insgesamt waren alle Einrichtungen, Beratungsstellen, die SkF-Ortsvereine und der Landesverband des SkF während des gesamten Lockdowns zu erreichen und hatten Kontakt mit den Klienten*innen.

Sollte es wirklich so sein, dass „nach der Krise vor der Krise“ ist, dann gilt es von Anbeginn an, die besonderen Lebenslagen von Frauen und ihren Familien in allen Bereichen in den Blick zu nehmen. Dies betrifft insbesondere:

  • Zugang für Schwangere zu den Angeboten der Beratungsstellen
  • Weiterer Ausbau der Online-Beratung
  • Umgehende Umschaltung auf Hygienekonzepte, die es ermöglichen z. B. Kurse für die Geburtsvorbereitung durchzuführen
  • Weitere Fortschreibung von Pandemieplänen in den Einrichtungen, die es auch ermöglichen Mädchen und Frauen aufzunehmen
  • Sicherstellung von Kinderbetreuung, Tagespflege, Schulsozialarbeit, Jugendsozialarbeit
  • Konzepte für die Arbeit in der freien Straffälligenhilfe
  • Sofortige Ausstattung der Frauenhäuser mit Schutzausrüstungen gewährleisten
  • Klare Priorität auf Einrichtungen für Frauen und Familien

Der Aufbau einer Online-Beratungsplattform für Frauenunterstützungseinrichtungen wurde von der Bayerischen Staatsministerin Carolina Trautner bereits angesprochen und erfreulicherweise auf den Weg gebracht.

Sorge bereitet nach der Corona-Krise das Dunkelfeld im Bereich der häuslichen Gewalt. Hier müssen wir durch intensive Öffentlichkeitsarbeit versuchen die Frauen wieder zu erreichen.

In der Corona-Krise: Wir (Frauen) helfen zusammen!

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