Die Arbeit unserer Mitglieder in Zeiten von Corona: Den Verband alleinerziehender Mütter und Väter im Blick

Für alle Veröffentlichungen zu unserer Aktion gilt:
Die Beiträge werden von unseren Mitgliedern verfasst und inhaltlich verantwortet.

 

Vamv

 

Das öffentliche Leben ist nahezu auf ein Minimum heruntergefahren. Was für die Gesundheit der Bevölkerung richtig ist, trifft die zahlreichen Vereine besonders hart, denn sie tragen mit ihren vielfältigen Angeboten maßgeblich zum öffentlichen Leben bei. Vor welchen Herausforderung stehen Sie und wie bewältigen Sie diese?

Vor allem in den ersten acht Wochen der Corona-Krise hat uns eine große Welle von Hilferufen erreicht. Wir beraten Alleinerziehende in allen Lebenslagen. Sie stehen schon im normalen Alltag oft immens unter zeitlichem und finanziellem Druck, um Kinder, Arbeit, Haushalt und Finanzen unter einen Hut zu bekommen.

Die Corona-Krise hat diesen Druck für viele noch verstärkt und wurde für Alleinerziehende zu einer Zerreißprobe. Wir haben die Politik sofort auf die Notlagen aufmerksam gemacht und entsprechende Unterstützung gefordert.

Durch die Schließung der Schulen und Kitas, Homeschooling, Jobverlust, Kurzarbeit oder plötzlicher Schichtdienst sind viele in eine persönliche Krise geraten.

Schwierig war, dass es relativ lange gedauert hat, bis Hilfsprogramme angelaufen sind bzw. bis die Notbetreuung für Kinder von Alleinerziehenden geöffnet wurde. Auch die Themen Umgang und Kontakt mit dem anderen Elternteil in Patchworkfamilien war zunächst nicht geklärt. Außerdem gab es bei den Trägern der Notbetreuung eine Diskussion darüber, wer denn eigentlich als „alleinerziehend“ gilt. Problematisch war auch, dass die Öffnung der Notbetreuung zwar öffentlich angekündigt wurde, die Träger aber erst viel später informiert wurden und deswegen zunächst Anträge von Alleinerziehenden abgelehnt haben.

Wir freuen uns, dass unsere Forderungen letztendlich aufgegriffen wurden und die Notbetreuung für Kinder von berufstätigen und studierenden Alleinerziehenden geöffnet wurde.

Belastend ist trotzdem die lange Unsicherheit, wann der Schulbetrieb für wen wieder aufgenommen wird.

 

Corona stellt Sie vor enorme Herausforderungen. Sie müssen die Krise nicht nur mit den klassischen Instrumentarien managen. Vor allem aber gilt es jetzt schon, sich auf die Zeit nach der Krise vorzubereiten. Jede Krise ist auch eine Chance um aus Fehlern zu lernen, sich weiterzuentwickeln und als Gesellschaft besser für den nächsten Ernstfall vorbereitet zu sein. Was kann verbessert werden – und wie?

Es muss dafür gesorgt werden, dass Alleinerziehende, die auf Grund der Corona-Krise Einkommenseinbußen wegen fehlender Kinderbetreuung hinnehmen mussten, nicht in Armut abrutschen. Besonders wichtig ist dabei, wenigstens Geringverdiener*innen mit 100 Prozent des bisherigen Entgelts abzusichern. Unterstützungsleistungen sollten außerdem so flexibel ausgestaltet sein, dass Anträge dafür auch Eltern erreichen, die im Spagat zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung/Homeschooling vorübergehend auf Teilzeit gehen wollen.

Für die Zukunft wünschen wir uns, dass in Krisensituationen die besondere Lage der Alleinerziehenden von Anfang an Beachtung und Unterstützung erfährt und diese nicht erst lautstark eingefordert werden muss.

In der Corona-Krise: Wir (Frauen) helfen zusammen!

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